ÜBERDIMENSIONIERTE SPORTWERBUNG


SCHWEBENDE RÜSTUNG AM VERLAGSHAUS





Hinter der Werbeplane verbirgt sich eine konstruktive (Welt)meisterleistung: 6000 m² "schwebendes Scafom-rux-Gerüst" errichtete die Ro2 Gerüstbau in Berlin. Foto: Ro2 Media

BERLIN (ABZ). - Das heutige "Haus des Berliner Verlages" in der Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz wurde ein Jahr vor dem WM-Titel 1974 gebaut – zu Zeiten, in denen die Spiele "DDR" gegen "BRD" noch als ein Stück Kalter Krieg in den Wohnzimmern aufgebauscht wurden. Heute zieren Spieler der gesamtdeutschen Weltmeister-Mannschaft von 2014 die Fassade des Gebäudes und symbolisieren deutlich, dass sich die Welt seit den 70ern zumindest teilweise in erfreuliche Richtungen entwickelt hat.

Wenn die überdimensionierte Sportartikelwerbung mit "unseren Jungs" dann wieder abgenommen wird, erstrahlt das seinerzeit in einem Wettbewerb zur Neugestaltung des Alexanderplatzes entstandene 17-stöckige Bürohochhaus mit dem markanten Schriftzug der "Berliner Zeitung" wieder in neuem Glanz. Verantwortlich für die zur Reinigung der Sonnenschutzlamellen und der Fassade notwendige Rüstung zeichnete die Ro2 GmbH & Co. KG aus Berlin. Für die Rüstung wurden 6000 m² Scafom-rux Super 65 Fassadengerüst eingesetzt. Dazu kamen 700 lfd. M. 450er-Stahlgitterträger sowie 620 lfd. M. Stahlrohr und 320 Gitterträgeradapter, denn – und jetzt wird es spannend –: Es durften keine Lasten in den Boden geleitet werden. Weder war der Baugrund als Gerüstfundament geeignet, noch konnte die angrenzende Straße genutzt werden. Somit war es notwendig, das gesamte Gerüst vom Gebäude abzuhängen. Idealerweise bot der Bau mit seinen hinausragenden Betonriegeln die Möglichkeit, eine tragfähige Befestigung mittels Scafom-rux-Gitterträgern zu realisieren. Die Berliner Bauingenieurgemeinschaft Bügler-Jaeck-Heyse errechnete die entsprechenden Statiken. Auf die Verankerung des Gerüstes musste besonderes Augenmerk gelegt werden, da zusätzlich zum Eigengewicht noch die Windlasten der zu montierenden Riesen-Werbeplane zu berücksichtigen waren. Dazu wurde vor dem Rüsten die bauseits vorgehangene Blechfassade aus dem hauseigenen Fassadenbefahrsystem heraus mit aufgesetzter Bohrkrone gelocht, bevor die Anker dann später mit Errichtung des Gerüstes in den dahinter liegenden Beton gesetzt werden konnten.

Ihren Firmenslogan "Leistung hoch 2" konnte Ro2 Gerüstbau pünktlich zum 10-jährigen Firmenjubiläum mit diesem Projekt erneut unterstreichen, denn das Zeitfenster für die Errichtung des anspruchsvollen Konstrukts betrug gerade mal zehn Arbeitstage. Eine logistische Meisterleistung von Bauleiter Carsten Bonk und seinen zwölf Kollegen, denn wie so oft üblich in Großstadtzentren gab es kaum Lagermöglichkeiten für das einzusetzende Material. "Da muss man halt genau disponieren, was wann gebraucht wird, sonst gibt's Chaos", meint Carsten Bonk achselzuckend. Dass dieses Chaos ausblieb, war auch der perfekten Passantenschutz- und -umleitungslogistik geschuldet, die während der gesamten Aufbau- und Standzeit zum Tragen kam.

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